Seminar-ID: 020-2027/7

Kolonialschleier lüften

Wie wir unbewusst koloniale Geschichte fortschreiben – obwohl wir eine andere Zukunft wollen

Kolonialismus ist Vergangenheit? Auf dem Papier vielleicht. Doch seine Spuren wirken bis heute – in unseren Institutionen, in Vorstellungen davon, was als wertvoll, erfolgreich oder „normal“ gilt, und in den Geschichten, die wir über uns und andere erzählen.

Termin

16.02.2027

Kurszeiten

18:00 - 21:00 Uhr

Veranstaltungsort

Online (Zoom)

Teilnahmebeitrag

Dieses Seminar ist kostenlos

Seminarbeschreibung

In diesem Workshop lüften wir gemeinsam Teile des „Kolonialschleiers“. An konkreten Beispielen aus Kunst, Kultur und Alltag machen wir sichtbar, wie Dominanzverhältnisse unser Wahrnehmen, Sprechen und Miteinander bis heute prägen.

Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst: Welche Perspektiven und Vorstellungen geben wir weiter? Welche Rolle spielen unsere eigene Position und Privilegien – und wie können wir bewusster damit umgehen, ohne diese Muster unbemerkt zu reproduzieren?

Die Gewaltfreie Kommunikation gibt uns dafür Haltung und Werkzeuge an die Hand, um aus Erkenntnis Handlung werden zu lassen: bewusster wahrnehmen, anders miteinander sprechen und dort etwas verändern, wo wir selbst Einfluss haben.

Ziel ist ein geschärfter Blick: koloniale Kontinuitäten auch dort wahrzunehmen, wo sie bisher unsichtbar geblieben sind – und neue Möglichkeiten zu entdecken, bewusster zu denken, zu sprechen und zu handeln.

 

Das kannst du mitnehmen

Du lernst, koloniale Spuren in heutigen Bildern, Vorstellungen und Sprache zu erkennen und deine eigene Position und Privilegien zu reflektieren: Welche Bilder und Geschichten gebe ich weiter – vielleicht ohne es zu merken? Wie kann ich bewusster kommunizieren und Verantwortung übernehmen, ohne in Schuld oder Ohnmacht steckenzubleiben? Dabei lernst du die Haltung der Gewaltfreien Kommunikation als Grundlage für einen bewussteren Umgang miteinander kennen.

 

Diese Inhalte erwarten dich

  • Kolonialschleier lüften: Wo begegnen uns koloniale Kontinuitäten heute?
  • Wer bestimmt, was „wertvoll“, „erfolgreich“ oder „normal“ ist?
  • Dominanzgesellschaft und Machtverhältnisse: gleichwertig heißt nicht gleich positioniert
  • GFK-Haltung: gemeinsame menschliche Bedürfnisse und Begegnung auf Augenhöhe
  • Praxistransfer: Was bedeutet das für mein eigenes Denken, Sprechen und Handeln?

 

So arbeiten wir

Kurze theoretische und biografische Impulse wechseln sich mit Selbstreflexion, Kleingruppenarbeit, Austausch im Plenum und praxisnahen Übungen ab. Als Trainerin und Performerin bringe ich Präsenz und Leichtigkeit in ein oft schweres Thema – damit es berührt, ohne zu beschweren.

 

Für wen

Dies ist ein Workshop für Menschen, die sich mit Demokratie und gesellschaftlichem Miteinander beschäftigen und den eigenen Blick auf Macht, Privilegien und koloniale Kontinuitäten reflektieren möchten. Vorkenntnisse zu Kolonialismus oder Gewaltfreier Kommunikation sind nicht erforderlich.

 

 

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