SHEros - Frauen, die die Welt verändern

Am 22.05.2021
043-2021

SHEro - noch nie Gehört?

Der Begriff SHEro wird eher selten verwendet. Kein Wunder, denn in unserer Welt werden vor allem Männer als Helden betitelt, somit hat sich auch das Wort „hero“ etabliert. Doch was ist mit den mutigen, starken und innovativen Frauen dieser Welt? Die vergangenen und aktuellen Heldinnen werden gerne, trotz weltverändernden und großartigen Leistungen, vergessen.

Somit wachsen Mädchen und Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft mit zu wenigen weiblichen Vorbildern auf. Damit fehlt ihnen eine wichtige Identifikationsmöglichkeit zu Weltveränderinnen bzw. -verbesserinnen und die Sicht darauf, dass auch Frauen einen wichtigen Anteil an der gesellschaftlichen Gestaltung haben.

Dieses Phänomen möchte das Projekt SHEro ein Stück weit auflösen und jungen Frauen zeigen, was für wichtige Heldinnen vorausgingen bzw. -gehen, welche alles dafür geben, sich selbst und anderen Teilhabemöglichkeiten zu erkämpfen.

Auf reflektierte und kreative Art werden den Teilnehmerinnen internationale und deutschsprachige Künstlerinnen, Politikerinnen und Aktivistinnen, wie z.B. Alexandria Ocasio-Cortez, Zaha Hadid, Masih Alinejad, Aminata Touré vorgestellt.

Die Teilnehmerinnen verschaffen sich einen Überblick über starke Frauen mit diversen Lebenswerken, die sich dem Patriarchat widersetzen, um ihren eigenen Weg zu gehen. Zudem soll der Fokus auf (deutschsprachige) Women of Color liegen, um einen besonderen Bezug für Teilnehmerinnen mit Migrationsgeschichte zu ermöglichen. Dadurch wird außerdem die Tür zu „Intersektionalitäten“ geöffnet und ermöglicht, auf weitere Diskriminierungsformen und ihre Verstrickungen miteinander hinzuweisen.

Durch die Auseinandersetzung mit diesen Biografien und passenden theaterpädagogischen Rollenspielen entstehen Diskussionen über zugeschriebene Rollen in der Gesellschaft. Hierbei ist besonders wichtig, den Erfahrungen der Teilnehmerinnen Raum zu geben und einen Austausch untereinander zu ermöglichen. Dafür ist es konsequent, das Projekt als reinen Mädchen-/Frauenraum zu verstehen.


Durch die Vorstellung unterschiedlicher Persönlichkeiten soll gewährleistet werden, dass jede Teilnehmerin ihre persönliche SHEro finden kann und vielfältige Inspirationsquellen für die Mädchen und jungen Frauen geschaffen werden.

Die eigene SHEro soll dann künstlerisch als Portrait umgesetzt werden. Dafür können die Teilnehmerinnen verschiedene Darstellungsarten und künstlerische Techniken ausprobieren um ein passendes Medium für ihr Portrait zu finden, dass sie dann nach ihren Vorstellungen kreativ umsetzen.

Die theaterpädagogische Perspektive ist relevant, um sich mit der eigenen Rolle auseinander zu setzen und im Spiel einen „anderen“ Zugang zur Selbstwahrnehmung zu eröffnen.

Durch die Bearbeitung gesellschaftlich relevanter Themen mit künstlerischen Mitteln wird den Mädchen und jungen Frauen ein niederschwelliger Zugang an die Thematik ermöglicht. Die Devise lautet: mehr aufregende Rollenübungen und bunte Farben in die pädagogische Vermittlung statt trockner monotoner Vorträge!

Zielgruppe

Ca. 10 Mädchen und junge Frauen zwischen 16 und 21 Jahren.

Methoden

Gruppenarbeit, Rollenübungen, -spiele, alltagsnahe Reflexion, künstlerische Auseinandersetzung

Termin:
Samstag, 22.- Dienstag, 25. Mai 2021 (Pfingstferien)
jeweils 5 Ustd. pro Tag

Team:

Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Jugendkulturinitiative KohleG durchgeführt.

Asal Kosari

Das Projekt wird durchgängig von unserer kohlegin Asal Kosari begleitet. Asal ist studierte Sozialarbeiterin und Antigewalt/-rassismustrainerin. Als junge Women of Color weiß sie ganz genau, welche Schwierigkeiten es geben kann, sich in einer weiß-männlichen Gesellschaft durchzusetzen und dabei die Stimme nicht zu verlieren.

Innerhalb des Projekts SHEro ist es ihr besonders wichtig, den Teilnehmerinnen ein Rahmen zu bieten, der geschützt ist und positive Energie für weitere Prozesse gibt.

Hier geht’s zu ihrem Steckbrief:

https://kohleg.de/asal-kosari/

Ulrike Kölgen

Schon während ihres Studiums (Germanistik und Philosophie) war ein Schwerpunktthema für Ulrike „Frauensprache versus Männersprache“. Der feministische Blick hat sie durch ihr künstlerisches, langjähriges Arbeiten am Theater begleitet. Inzwischen widmet sie sich der sozialdienstlichen Betreuung von Menschen allen Alters, bindet dabei häufig ihre Schauspielregieerfahrungen mit ein und bietet freiberuflich Theaterworkshops an. Eine Mitarbeit an SHEro entspricht einem Lebensthema.

Hier geht’s zu ihrem Steckbrief:

https://kohleg.de/ulrike-koelgen/

Anna Szermanski
Anna ist Künstlerin und Kunstpädagogin. Ihr Wunsch ist es, den Teilnehmer*innen ihrer Angebote einen Raum zu schaffen, in dem sie neue Dinge ausprobieren und kreative Möglichkeiten sich auszudrücken, erproben können. Wenn am Ende alle etwas mit ihren Händen geschaffen und gleichzeitig Gedankenprozesse freigesetzt und neue Impulse gesetzt wurden, ist es für sie ein gelungener Tag.

Hier geht’s zu ihrem Steckbrief:

https://kohleg.de/anna-szermanski/

Forum Demokratie Düsseldorf

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